Wir leben von Gottes Liebe - wir feiern Gottes Liebe - wir geben Gottes Liebe weiter

Besuchsdienstkreis

Besuch von der Kirche

„Ach, das ist ja schön. Kommen Sie doch rein.“ Oder: „Wie, gehöre ich jetzt auch zu den Alten?“ Oder: „Das ist ja nett, aber eigentlich gar nicht nötig.“ So oder ähnlich antworten Menschen, wenn sie vom Besuchsdienstkreis anlässlich ihres Geburtstags besucht werden. Freudige Überraschung oder sogar Erwartung, manchmal Unsicherheit oder auch wenig Abwehr, die Befürchtung missioniert zu werden – all dies und vieles mehr schwingt mit.
Für die Mitglieder des Besuchsdienstkreises ist es immer wieder spannend und schön (und manchmal auch eine Herausforderung), zu erleben, was geschieht, wenn sich eine Tür öffnet, an der zum Geburtstagsbesuch angeklingelt wird. Mal nur ein kurzes Hallo, mal ein gemütlicher Plausch, manchmal auch ein intensives Gespräch über persönliches Erlebnisse, Sorgen, Fragen. So verschieden die Menschen sind, so verschieden sind auch die Geburtstagsbesuche – und das ist immer wieder eine wunderschöne Erfahrung.
Doch warum machen wir das? Sich umeinander zu kümmern, Anteil aneinander zu nehmen, Freude wie Leid miteinander zu teilen, gehört von Anfang zum Leben der christlichen Gemeinden dazu. Jesus Christus hat selbst so gelebt, und er sagt uns, dass daran unser Glaube erkannt werden soll:
Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben.
Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen.
Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht.
Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
(Matthäus 25)
Die Geburtstagsbesuche bei älteren Gemeindegliedern nehmen diesen Gedanken auf. Sie wollen nichts „religiös Aufgeladenes“ sein, sondern ein Gruß, eine Aufmerksamkeit: Du bist da und gehörst dazu, so nah oder so fern, wie Du es möchtest – wir freuen uns. Oft bleibt es bei diesem kurzen Gruß. Gut so. Vielleicht wird auch ein längeres Gespräch daraus – wir bringen Zeit mit, wenn Sie möchten. Wann haben Sie zuletzt von Ihrer Kindheit erzählt, von wichtigen oder schwierigen Zeiten im Leben? Wir hören zu – das kann gut tun.
Ab wann gehört man zu den „älteren Gemeindegliedern“? Eine heikle Frage. Wir wissen, dass sich viele Menschen über einen Besuch freuen würden – mehr, als uns möglich ist. Irgendeine Grenze mussten wir ziehen. Deshalb besuchen wir ab dem 80. Geburtstag zu den runden Geburtstagen, außerdem alle evangelischen Bewohner der Altenheime in Wissen, Birken und Friesenhagen an allen Geburtstagen.
Vielleicht haben Sie beim Lesen gedacht: eigentlich könnte ich das auch – jemandem meine Zeit schenken. Ich höre gerne zu, interessiere mich für Menschen und ihre Lebensgeschichte. Ich freue mich, wenn ich jemandem eine Freude machen kann. Wenn das so ist: machen Sie bei uns mit! Unser Besuchsdienstkreis freut sich immer über Verstärkung. Melden Sie sich im Gemeindebüro oder bei Pfarrerin Galla.
Und für alle Gemeindeglieder, egal ob gerade ein Geburtstag ansteht oder nicht, ob jung oder scho älter, gilt: Wenn Sie das Gefühl haben, ein Anruf oder ein Besuch oder ein Gespräch täten Ihnen gut – bitte geben Sie uns Bescheid! (im Gemeindebüro, bei Pfarrer Tesch oder bei Pfarrerin Galla).

Die Losung von heute

Stricke des Todes hatten mich umfangen, ich kam in Jammer und Not. Aber ich rief an den Namen des HERRN: Ach, HERR, errette mich!

Psalm 116,3.4

Die Jünger weckten Jesus auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen? Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig! Verstumme! Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille.

Markus 4,38-39

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie hier